• Der ORF und die Krone, derStandard.at und Heute, Servus TV und die Zeit im Bild, Journalismus, Politik und Geld – und was Google und Facebook damit zu tun haben. Die Fellners, die Dichands und Dietrich Mateschitz. Die Medienpolitik roter, schwarzer und türkiser Kanzler. Was gespielt wird. Und warum es ist, wie es ist, in der kleinen österreichischen Medienwelt. Darum geht es auf DIEMEDIEN.at – Harald Fidlers Archiv.
  • DIEMEDIEN.at ist eine österreichische Medienbibliothek, laufend erweitert und aktualisiert, noch immer und noch lange in Bau, fertig ohnehin nie.
  • Mit einem großen Medienlexikon und vielen auch nicht kleinen etwa über ORF-Langzeitgeneral Alexander Wrabetz und, in Bau, über die Fellners, über die Dichands und die Krone, über Österreichs Medienmacherinnen und Medienmacher, von denen man schon gehört haben sollte.
  • Mit digitalen Büchern, Dossiers über Phänomene dieser österreichischen Medienlandschaft. Das umfangreichste "Buch" beschäftigt sich mit dem ORF, Österreichs größtem und zugleich gebührenfinanziertem Medienkonzern. Ein Basics-Schwerpunkt umreißt die Grundlagen der Medienbranche, vor allem der österreichischen. Ausführlichere Bios widmen sich bisher Alexander Wrabetz und Markus Breitenecker (ProSiebenSat1Puls4).
  • Wenn Sie Bibliothek zu sehr an gedruckte Bücher erinnert: Die Seite ist mein Versuch eines digitalen Archivs. Ich arbeite und bereite hier – auch für mich – mein Wissen, meine Daten und meine vielen Kisten voller mal besser, mal schlechter sortierter Unterlagen aus inzwischen drei Jahrzehnten als Medienjournalist auf.

 

Stichwort der Woche 41/2021:
Werbe-Match Google, Facebook und Co. vs. Österreich

Im ersten Halbjahr liegen Österreichs Medien vorne

Halbjahrestrend Werbung. Noch im Jänner und Februar sah es so aus, als würden die Werbebuchungen bei Google, Facebook und Co aus Österreich schon die hiesigen Medien überholen – jedenfalls nach den Daten des Finanzministeriums über die Werbeabgabe (ausgenommen: Onlinemedien unter der Flughöhe der digitalen Riesen) und die Digitalsteuer. Mit den inzwischen vorliegenden Werbebuchungsdaten für Juni lässt sich sagen: Im ersten Halbjahr liegt die (österreichische) Klassik vorne, wenn auch nicht weit. 898 Millionen Werbevolumen (ohne online) für klassische Medien in Österreich, 782 Millionen für Google, Facebook und Co aus Österreich. Oder in Prozenten: 53,5 gegenüber 46,5. Charts über diese Werbeentwicklung im ersten Halbjahr 2021 und in den einzelnen Monaten finden Sie unter dem Stichwort Werbung 2021 Werbeabgabe vs. Digitalsteuer monatlich

 

Stichwort der Woche 40/2021:
GIS-Gebührenerhöhung – 52 Millionen mehr für ORF

Was bringt die nächste Gebührenerhöhung 2022 dem ORF? Ich habe die Mehreinnahmen für den ORF hochberechnet und komme auf rund 52 Millionen Euro mehr pro Jahr, wenn die Gebührenerhöhung volle 12 Monate wirkt. Das ist in etwa der Jahresumsatz des Standard und bewegt sich, soweit von außen festzustellen, auch etwa in der Größenordnung der Heute-Gruppe. Das wären dann fast 700 Millionen Euro aus Gebühren. Der ORF-Stiftungsrat beschließt die Gebührenerhöhung mit breiter Mehrheit (ohne die FPÖ) am 14. Oktober 2021, danach prüft die Medienbehörde. Wenn die Erhöhung wie geplant mit März 2022 in Kraft tritt, bringt sie dem ORF – bei gleichbleibenden Gebührenzahlern – im kommenden Jahr rund 43 Millionen mehr. In meiner kleinen Planrechnung finden Sie, wie sich die Gebühreneinnahmen entwickeln, wenn die Gebührenerhöhung früher oder später kommt. Alles im Lexikonstichwort GIS-Gebührenerhöhung 2022

Noch viel mehr über GIS und Rundfunkgebühren – etwa alle, teils viel gewaltigeren Erhöhungen der ORF-Geschichte und einen Europavergleich der Gebühren – finden Sie im gerade aktualisierten Lexikonstichwort Rundfunkgebühren GIS

 

Neu:
272 Seiten Fellner-Bio auf DIEMEDIEN.at

Aus aktuellem Anlass – den Ermittlungen und Hausdurchsuchungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Sebastian Kurz, einige seiner engsten Mitarbeiter und Vertrauten, sowie die Medienmacher Wolfgang und Helmuth Fellner: Meine Biografie über Wolfgang Fellner – Österreichs manischer Medienmacher. Die Welt des Wolfgang Fellner – gibt es ab sofort komplett auf DIEMEDIEN.at. 2009 erschienen, vom Styria-Verlag seit 2014 nicht mehr als gedrucktes Buch angeboten, ist das 272-Buch über den Österreich/Oe24-Gründer nun mit einigen Anmerkungen zur weiteren Entwicklung hier wieder verfügbar.

2021

2021 habe ich mir (diesmal ganz) fest vorgenommen, DIEMEDIEN.at rundumzuerneuern. Ein Anfang ist gemacht, vor allem mit neuen Grafiken und Daten und aktualisierten Timelines in eigenen Lexikonstichwörtern, um sie einfacher zu finden. Zu erkennen sind die neuen oder erneuerten Beiträge ab 2021 an Stichwörtern in Großbuchstaben und an Experimenten mit einer neuen Struktur für die (frei zugänglichen) Einstiege. Einen Überblick der bisher neuen Einträge finden Sie in einem eigenen Lexikon (das mir auch gleich den Arbeitsfortschritt vor Augen führt) – dieses Lexikon der 2021 neuen Beiträge finden Sie unter diesem Link.

 

Fidlers Archiv

Das große Medienlexikon mit allen Stichwörtern auf DIEMEDIEN.at
Alle Stichwörter im Überblick – sie führen auch zu größeren Schwerpunkten oder eigenen spezfischeren Lexika, etwa über Lexikonstichwörter wie ORF, Krone, Fellner, Breitenecker oder Wrabetz.

Basics über die österreichische Medienlandschaft
Hier versuche ich – auch schon wieder in Bau – eine Einführung in die Medienbranche.

Medienmenschen: Namen, die man kennen sollte
Eine Übersicht von – aus meiner Sicht – relevanten Medienmacherinnen und Medienmachern im etwas weiteren Sinn.

 

Was fehlt Ihnen? Was sehen Sie anders? Ich freue mich über Ihre Hinweise, Anregungen und Kritik unter fid(@)diemedien.at


Autor: Harald Fidler Ich bin Medienredakteur von Der Standard und derStandard.at/Etat und Autor von vier gedruckten Büchern über Österreichs Medien und ihre Macher: Sendepause 1999 über Österreichs Medien und Medienpolitik. Im Vorfeld der Schlacht 2004 über „Österreichs alte Medienmonopole und neue Zeitungskriege“. Schon dazu bescheinigte mir die Süddeutsche Zeitung „geradezu enzyklopädische Wucht“. Also habe ich 2008 im Falter Verlag dann gleich ein 630-Seiten-Lexikon zur Branche veröffentlicht – Österreichs Medienwelt von A bis Z. Über Wolfgang Fellner habe ich 2009 für die Styria-Buchverlage eine Biografie veröffentlicht – Österreichs manischer Medienmacher.

Auf DIEMEDIEN.at steht (und entsteht) das neue Lexikon über Österreichs Medienwelt von A bis Z. Die Entwicklung von Reichweiten, Marktanteilen, Auflagen, Umsätzen, Gewinnen und Verlusten lassen sich in Timelines nachverfolgen, parallel zu den wichtigsten Entwicklungen für den Markt oder das Unternehmen. Timelines der wichtigsten Ereignisse der österreichischen Medienlandschaft nach Branchen und Themen. Verbindungen der österreichischen Medienriesen in Organigrammen, die den Rahmen gedruckter Bücher sprengen. Dossiers über die großen Player, die klassischen Verlagen vermutlich doch zu speziell für eine Buchproduktion wären. Und die – nach meinen Erfahrungen – oft schon in den ersten Punkten wieder unaktuell werden, wenn sie aus der Druckerei kommen.

DIEMEDIEN.at ging als Baustelle ins Netz. Die Seite ist weit entfernt von fertig – 1000 Lexikonstichwörter von ATV bis Zeiler, Gerhard neu und aktuell zu schreiben, Timelines über die wichtigsten Entwicklungen, Charts und Tabellen zu bauen, wird noch eine Weile dauern. Und auch an der Präsentation der Seite wird ebenso noch gearbeitet.

Was kostet die Medienwelt? Wer mir beim Schreiben und Weiterbauen über die Schulter schauen will: Der volle Zugang zu dieser Seite kostet Geld (Studierende die Hälfte). Und weil die Seite noch nicht fertig ist, gibt es vorerst Baustellen-Zugänge – mehr dazu hier.

No News Was Sie hier nicht erwartet: neueste Nachrichten über die Medienbranche – die finden Sie weiterhin auf derStandard.at/Etat. Wobei ich nicht ausschließen will, dass Sie auf dieser Seite auf neue Erkenntnisse über die Branche stoßen können, im Laufe der Bauarbeiten.