Wie Userinnen und User mit einem praktischen, kostenlosen Werkzeug Medien teuer zu stehen kommen.

  • Adblocker oder Werbeblocker bieten Userinnen und Usern die Möglichkeit, Werbung auszublenden. Grundsätzlich eine feine Sache – wenn Popups nerven oder seitengroße Videowerbung Seiten verlangsamt. Das Problem daran: Werbung, die nicht angezeigt wird und damit nicht gesehen, die wird in der digitalen Welt auch nicht bezahlt.
  • 31 % der Onlinenutzer in Österreich haben Adblocker im Einsatz, die Onlinewerbung ausblenden – und damit auch potenzielle Online-Werbeeinnahmen der jeweiligen Seiten/Medien. (Quelle: DNR 2018, Österreich-Bericht)
  • Werbung im Wert von 21,8 Milliarden Dollar wurde mit solchen Adblockern etwa 2015 weltweit ausgeblendet, schätzte eine Studie von Fairpage und Adobe (PDF-Link) im Sommer 2015. 2014 sollen es demnach 11,7 Milliarden Dollar gewesen sein. Ausgeblendet auch aus den Einnahme-Spreadsheets von Onlinemedien.
  • Der deutsche Digitalberater Oliver von Wersch sieht geringere Dimensionen als sie etwa Fairpage kommunizierte: Seit 2015 erhebt der deutsche Verband der Digitalwirtschaft die Nutzung – und kommt laut Wersch auf rund 20 Prozent der PCs, zwei Prozent auf Mobilgeräten. „Glauben Sie nicht die Fantasiezahlen über Adblock-Nutzung“, sagt Wersch.
  • Wersch spricht von „Raubrittern“: Denn wer sich, meist gegen Geld, von Adblockern freikauft und whitelisten lässt, kommt durch.
  • Viele Browser haben inzwischen eingebaute Adblocker oder entsprechende Plugins. Google-Browser Chrome blendet „aufdringliche“ Werbeformate aus; was aufdringlich ist, definiert die US-Initiative „Coalition for Better Ads“. Google ist zugleich Welt-Werbemarktführer.

Stichwort in Arbeit. Allein für dieses Stichwort lohnt sich ein Bezahlzugang vorerst nicht.

Um diesen Inhalt zu lesen, benötigen Sie einen kostenpflichtigen Zugang – den gibt es unter diesem Link.

Sie haben bereits einen Zugang? Bitte loggen Sie sich im Menü unter Anmelden ein.