Max Dasch (* 15. Juni 1946) ist Herausgeber, Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer der Salzburger Nachrichten.

Das Wichtigste

  • Auch in Salzburg prägt ein Familienunternehmen traditionell die Medienszene.
  • Die Mediengruppe um die Qualitätstageszeitung Salzburger Nachrichten mit überregionalem Anspruch, mit den Wochenzeitungen Salzburger Fenster (gratis) und Salzburger Woche sowie Gratiszeitungen in Bayern.
  • Sie gehört den Erben eines der beiden ersten privaten Betreiber nach 1945: Herausgeber Max Dasch (*15. Juni 1946) (56,4 Prozent, davon ein Prozentpunkt persönlich und den Rest über seine Vermögensverwaltungsgesellschaft) und seiner Schwester Gertrude Kaindl-Hönig (43,6 Prozent über ihre Vermögensverwaltungsgesellschaft).
  • Max Daschs Sohn Maximilian Dasch (*24. Juli 1983) ist Mitglied der Geschäftsführung.
  • Wesentliches wirtschaftliches Standbein sind Immobilienbesitz und ‑geschäft.

Stichwort in Arbeit, alleine dafür lohnt sich der Bezahlzugang vorerst nicht. Mehr etwa unter Salzburger Nachrichten.

Max Dasch im Überblick

Maximilian Dasch ist fast exakt ein Jahr jünger als die Salzburger Nachrichten: Ab 7. Juni 1945 gaben die US-Streitkräfte in Österreich die Zeitung heraus, ab Oktober 1945 dann sein Vater Max Dasch zusammen mit Gustav Canaval.

Dasch junior sollte beim langjährigen SN-Chefredakteur Rene Marcic an der Salzburger Uni Jus studieren, tendierte zur Kunstakademie und entschied sich quasi als Ausweg für Philosophie in Wien. Der Habermas-Anhänger dissertierte 1971 über „Endliche Freiheit und demokratischer Prozeß, ein Problem der politischen Theorie“. Endlich ist bald auch die Freiheit des Studentenlebens, währenddessen er in einem Zimmer in der Wiener Redaktion der SN wohnte und bei verschiedenen Blättern wie dem Kurier (etwa bei Lokalreporter Peter Michael Lingens) Volontariate absolvierte.

Das Zeitungsgeschäft sollte er nach der Promotion in einem Jahr beim Süddeutschen Verlag erlernen, beginnend mit der Hauszustellung. Die „esoterische Sprache“ des Akademikers hat dort „überhaupt niemand verstanden, aber ich habe verstehen gelernt, was arbeiten heißt“, beschrieb Dasch diese Erfahrung einmal.

Als seine Schwester Gertrude schwanger wurde, übernahm Dasch im März 1972 deren Job als Abteilungsleiter für Werbung und Sonderbeilagen bei den SN. 1977 starb Vater Max Dasch an Krebs, kurz zuvor hatte die Familie den Verlag zur Gänze übernommen. Max Dasch junior führte den Laden mit dem Geschäftsführer seines Vaters weiter.

Dasch hat drei Kinder, sein ältester Sohn Maximilian Dasch (*24. Juli 1983), nun der nächste jr., ist seit 2013 Mitglied der Geschäftsleitung. Tochter Alexandra Dasch leitet das Reise- und Freizeitressort der Salzburger Nachrichten. Alexandra Dasch studierte Medienmanagement an der FH St. Pölten, leitete zunächst das Marketing des Verlagstitels Salzburger Woche und kam 2009 ins Reiseressort, das sie seit 2011 leitet. Schwester Michaela Dasch ist Psychologin und arbeitet nicht im Verlag.

Auf die Beteiligung von Gertrude Kaindl-Hönig beziehungsweise deren beider Kinder dürfte Vater Max Dasch Vorkaufsrechte haben. Das Verhältnis Daschs mit seiner Schwester soll nicht ganz friktionsfrei sein.

Daschs dritte Frau Margit lernte er im Verlag kennen. Sie arbeitete lange im Chefsekretariat.