Wolfgang Fellners ältester Sohn Niki Fellner (* 21. März 1985) ist Miteigentümer, Stifter, Manager, Chefredakteur und Moderator in der Mediengruppe Österreich. Wuchs mit Mutter Uschi Fellner praktisch in den Fellner-Redaktionen auf, studierte Betriebswirtschaft in St. Gallen, die Bachelorarbeit aus 2006 beschäftigte sich mit Zeitungsmarkt und -gründung. Im selben Jahr kam Österreich auf den Markt.

Das Wichtigste

  • Wolfgang Fellner (*13. Oktober 1954) und sein jüngerer Bruder Helmuth (*13. August 1956) haben ab 1968 und ihrem 12. Lebensjahr viele Magazine von Rennbahn Express bis News, von TV-Media bis Woman gegründet, zu Reichweiten‑, Auflagen- oder sonstigen ihrer Erfolgsparameter hochgepusht und oft verkauft. Bei der Zeitung Österreich/Oe24 (plus Oe24.at, Fernsehkanal Oe24.tv und bundesweites Radio Austria) tun sie sich merklich schwerer mit dem Erfolg. An ihrer Gründung Verlagsgruppe News – inzwischen VGN Medien Holding – halten sie noch 25 Prozent.
  • Gründungen Die Fellners gründeten (im Wesentlichen) das monatliche Jugendmagazin RennbahnExpress (1968 – Juni 2013), die Monatsillustrierte Basta (1983 – 1994), die Wochenillustrierte News (1992), das Fernsehmagazin tv-media (1995), das Privatradio Antenne Wien (1998, später Radio Oe24 und ab 2019 Radio Austria), das Nachrichtenmagazin Format (1998 – 2015), nach der Formil-Fusion zum Wirtschaftsmagazin umgebaut, das Techmagazin e‑media (2000), die Frauenillustrierte Woman (2001), die Kauf- und vor allem Gratistageszeitung Österreich (2006). Ab Mitte 2018 heißt die Gratisvariante dieser Tageszeitung Oe24 wie das 2006 gestartete Onlineportal zur Zeitung. Dazu kommen noch der News- und Talkfernsehkanal Oe24.tv (2016), das bundesweite Radio Austria (2019), Österreichs zweites nationales Privatradio nach Kronehit. Von vielen Magazin(beilag)en zu Österreich von sehr unterschiedlicher Lebensdauer nicht zu reden.
  • Die Methoden zum Erfolg oder dessen Darstellung, man kann sie auch unter Fellnerismus zusammenfassen: massives Marketing von Abobeigaben und Gewinnspielen bis Selbstdarstellung; breitester Boulevardjournalismus bei höherer Positionierung des Mediums (das gelingt nur bis Österreich/Oe24); aggressive Vermarktung von Werbung (und Informationsbeschaffung) insbesondere bei öffentlichen Stellen mit forscher redaktioneller Unterstützung.
  • Politik und Geschäft. Die SPÖ, lange insbesondere die Wiener Sozialdemokratie, war vom Rennbahn-Express bis Österreich Schlüssel-Financier der Fellner-Medien, Fellner deklariert sich in internen Sitzungen noch 2014 laut Ohrenzeugen als „Sozialdemokrat“. Die Wiener Roten zahlen auch noch, als Fellner mehr und mehr Begeisterung für den langjährigen Social-Media-Motor FPÖ und vor allem für die ÖVP von Sebastian Kurz (ab 2017) entwickelt. Sebastian Kurz‘ ÖVP übernimmt rasch die frühere Rolle der (Bundes-)SPÖ in der Geschäftswelt der Fellners.
  • Größter Poker in 5 Jahrzehnten Medienmachen: Die Tageszeitung Österreich, das schwierigste und wackeligste Projekt. Reichweiten, Stand 2019, trotz kostenloser Verbreitung auf der Flughöhe der Kauftageszeitung Kurier, auch sonntags.
  • Österreich/Oe24 ist mit TV-Sender (ab Herbst 2016) und Wolfgang Fellner als Anchor (Fellner Live!), mit bundesweitem Radiosender (ab Oktober 2019), mit Tageszeitung in Kaufvariante (Österreich) und Gratisvariante (ab Mitte 2018 Oe24) und Onlineplattformen (Oe24.at) das multimedialste Projekt der Fellners. Dazu kommen kommerzielle Stützen wie Reisebüro (joe24), Ticket‑, Partner- und andere Portale sowie etwa Auto-Abverkaufsgeschäfte.
  • Zwei der vier Kinder von Wolfgang Fellner mit Uschi Fellner, Niki Fellner (* 21. März 1985) und Jenny Magin-Fellner, arbeiten in leitenden Positionen in der Mediengruppe Österreich.

Mehr über die Fellners und ihre Geschäfte finden Sie derzeit unter Mediengruppe Österreich und unter Wolfgang Fellner. Dieses Lexikonstichwort ist vorerst noch sehr knapp gehalten.

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