• Der ORF erhöht die GIS-Gebühren 2021 um 8 Prozent nach einem – bis auf FPÖ-nahe Mitglieder – einhelligen Beschluss des Stiftungsrats am 14. Oktober 2021. Danach muss noch die Medienbehörde KommAustria den Antrag prüfen und abnicken.
  • Acht Prozent mehr bedeuten voraussichtlich pro Jahr 51,7 Millionen Euro Mehreinnahmen für den ORF aus den Programmentgelten. Die machen rund ein Drittel der gesamten GIS-Gebühren aus, das weitere Drittel geht über Steuern und Abgaben an Bund und sieben Bundesländer (Oberösterreich und Vorarlberg verzichten). Die Erhöhung 2021 ist ab März geplant, das bedeutet Mehreinnahmen von voraussichtlich 43,1 Millionen Euro pro Jahr.
  • Die Einnahmen des ORF aus Programmentgelten steigen von 2021 geplanten 646,7 Millionen Euro bei Inkrafttreten im März 2021 auf voraussichtlich 689,8 Millionen im kommenden Jahr und auf 698,4 Millionen Euro 2023, dem ersten Jahr mit 12 Monaten wirksamer Erhöhung. Die Hochrechnung basiert auf der Annahme, dass die Zahl der Gebührenzahlerinnen gleich bleibt.
  • Wie sich die Gebühreneinnahmen des ORF entwickeln, wenn die Gebührenerhöhung 2021 früher oder später als März kommt, finden Sie unten in der Grafik.
  • Wie sich das Gesamtvolumen der GIS für die Zahler entwickelt, lässt sich nur sehr schwer hochrechnen. Einzelne Abgaben des Bundes auf die Programmentgelte stehen in absoluten Zahlen im Rundfunkgebührengesetz, können aber natürlich mit Gesetzesbeschluss nach einer Erhöhung ebenfalls erhöht werden. Die meisten Länder (Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark Tirol) heben auf das GIS-Gebührenaufkommen Prozentsätze ein, ihre Einnahmen steigen automatisch mit der Erhöhung der Programmengelte. Salzburg und Kärnten erheben Fixbeträge pro Gebührenhaushalt, sie könnten diese aber auch nach der Gebührenerhöhung ebenfalls erhöhen.

Mehr über GIS und Rundfunkgebühren, etwa einen Europavergleich der Gebührenhöhe und einen Überblick aller Gebührenerhöhungen der ORF-Geschichte, finden Sie im Lexikonstichwort Rundfunkgebühren GIS

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