Die 2017 überraschend und bis zur nächsten Nationalratswahl 2019 aus dem Nationalrat gefallenen Grünen verfolgen eine Medienpolitik, die den Vorstellungen etwa der Journaistengewerkschaft und dem ORF-Redakteursrat oft recht nahe kommt.
  • Medienstrategisch sind die Grünen lange stark auf den öffentlich-rechtlichen ORF, den Falter und den Standard fokussiert, zudem auf Community-Sender und ebenso nichtkommerzielle Freie Radios.
  • Sie unterstützen etwa Medienförderungen (mit Qualitätskriterien), hinterfragen Werbung öffentlicher Stellen in bisheriger Dimension und Boulevard-Orientierung, plädieren für partei/regierungsunabhängigere ORF-Gremien und Medienbehörden und wenige Beschränkungen für den ORF etwa online, und sezten sich für Netzfreiheit ein.
  • Als Koalitionspartner der SPÖ in Wien erzwingen sie eine merkliche Senkung der öffentlichen Inserate der Stadt. Dafür wird der langjährige Chef der Wiener Inseraten-Schaltstelle PID Chef der RTR und verteilt dort (von ÖVP/FPÖ 2019 deutlich erhöhte) Privatsenderförderung.
  • Langjähriger Medien-Machtpolitiker und -Machatschek der Grünen: Pius Strobl, lange ORF-Aufsichtsrat der Grünen mit Eigeninteressen, einer der Architekten von Alexander Wrabetz Bestellung zum ORF-Chef 2006, später sein Sprecher, Projektmanager für Song Contest und das 300-Millionen-Bauprojekt ORF-Zentrum, 2019 ist er neben dem Bauprojekt auch ORF-Manager für Sicherheit, Humanitarian Broadcasting und die Öko-Kooperation "Mutter Erde".
  • Unterstützen und initiieren Verfahren zur Stärkung des Persönlichkeitsschutzes auf Facebook (etwa mit der ehemaligen Grünen--Chefin Eva Glawischnig); Sigrid Maurer wehrt sich gegen sexuelle Verbalattacken auf Facebook und wird juristisch dafür verfolgt.
  • Mehr zur Medienpolitik in Österreich und ihren häufigsten Betätigungsfeldern finden Sie unter Medienpolitik.
  • Und hier finden Sie mehr zum ORF und zur GIS.
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