Florian Klenk (* 23. Juni 1973) ist Aufdecker vom Dienst, Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung Falter und eine Macht auf Twitter.

Das Wichtigste

  • Florian Klenk ist mit rund 240.000 Followern (Herbst 2019) eine der wichtigsten Stimmen auf im Austro-Twitter. Von seinem Talent, auch zur Selbstvermarktung, profitiert auch der Falter wesentlich.
  • Klenk kam 2007 von eineinhalb Auslandsjahren bei der Zeit zunächst als stellvertretender Chefredakteur zurück zum Falter. Im Juni 2012 rückt er zum Chefredakteur neben Thurnher auf.
  • Falter-Aufdeckstories von, mit oder unter Klenk – ein Auszug: Wahlkampfkostenabrechnung und Schredder-Affäre von Festplatten aus dem Kanzleramt der ÖVP (2019), Umstände des Todes von Marcus O. bei seiner polizeilichen Abschiebung (1999), Umstände des Todes von Cheibani W. bei seiner Verhaftung im Wiener Stadtpark (2003), verweigerte medizinische Versorgung eines Häftlings in der Justizanstalt Stein (2014), öffentliche Finanzierung der Privatstiftung von Niederösterreichs langjährigem Landeshauptmann Erwin Pröll (2017), Belästigungsvorwürfe gegen Peter Pilz (2017), FPÖ-Zugriff auf Daten aus dem Polizeicomputersystem Ekis über politische Gegner (2000). Golan-Video (2018, dokumentierte österreichische Soldaten, die syrische Geheimpolizisten wissentlich nicht vor einem Hinterhalt warnten). Missstände und Missbrauchsfälle im Jugendstrafvollzug (2013).
  • Klenk konnte das rund siebenstündige Ibiza-Video mit Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus bei der Süddeutschen Zeitung in München sehen, bevor Süddeutsche und Spiegel es am 17. Mai 2019 veröffentlichten, was Tags darauf zum Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition führte. Falter und Süddeutsche tauschen seit Herbst 2019 Artikel aus.
  • Klenks Dissertation in Rechtswissenschaften aus 2001 widmet sich Pressefreiheit und Unschuldsvermutung. Rechtsprobleme der Kriminalberichterstattung unter besonderer Berücksichtigung der Europäischen Menschenrechtskonvention und des Mediengesetzes

Das Lexikonstichwort ist noch in Arbeit, alleine dafür lohnt sich der Bezahlzugang zu DIEMEDIEN.at vorerst nicht.