Philipp König kam als Experte für Medienmaterien im Juli 2018 ins Kanzleramt – etwa für das geplante türkisblaue ORF-Gesetz und das Gesetz über Identifizierungspflicht für Onlineforen. In der neuen Regierung ist König nun Büroleiter von Sebastian Kurz' Medienbeauftragtem und Kommunikator Gerald Fleischmann im Kanzleramt.

Das Wichtigste

  • Bevor Medienminister und Kurz-Vertrauter Gernot Blümel den Juristen Philipp König Mitte 2018 ins Kanzleramt holt, lernt er Medien und Medienpolitik schon ein paar Jahre aus bürgerlicher ORF-Perspektive kennen: Seit 2012 arbeitet König auf dem Küniglberg als Rechtsexperte – ab 2014 beim Chefproducer Roland Weissmann und ab 2015 direkt bei ORF-Finanzdirektor Richard Grasl. Als Grasl nach verlorener Generalswahl den ORF im Herbst 2016 verlässt, bleibt König zunächst im Stab von Grasls Nachfolger als Finanzdirektor, Andreas Nadler.
  • Vor dem Küniglberg arbeitete König in den Anwaltsfirmen DLA Piper (Wien, 2010 bis 2012) und Scherbaum/Seebacher (Graz, 2008 bis 2010). Er studierte 2003 bis 2007 an der Karl-Franzens-Universität in Graz Jus bis zum Magister, 2011/12 dann Entertainment Law an der University of Southern California und Informationstechnologie- und Medienrecht an der Uni Wien (Master of Laws).

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Corona-Sonderförderung: 32 Millionen Euro für Medien – vor allem Krone, Heute, Oe24 und Privatsender
Der Nationalrat beschließt am 3. April eine Corona-Sonderförderung für Medien, die großteils gerade in Kurzarbeit gingen etwa wegen Werbeeinbrüchen in kolportiert zweistelliger Millionnehöhe im Umfang von rund 32 Millionen Euro. Der erste Entwurf wird auf Drängen der Grünen über Nacht geändert:
  • 12 Millionen für Tageszeitungen und 2,7 für Wochenzeitungen Eine geplante Förderung von 4 Euro pro gedrucktem Exemplar (Wochenschnitt 2019) wird auf 3,25 Euro reduziert. Dafür wird die sogenannte Vertriebsförderung in der Presseförderung für tägliche und wöchentliche Kauftageszeitungen um das 1,5-Fache erhöht. Ergebnis: etwas weniger Geld für die Gratiszeitungen Heute und Oe24/Österreich (grob: gut 1,8 statt gut 2,2 Millionen Euro Sonderförderung) und für die Kronen Zeitung (gut 2,7 statt 3 Millionen), etwas mehr für die anderen Tageszeitungen und auch eine Sonderförderung für Wochenzeitungen (rund 2,7 Millionen für mehr als 30 Titel). Die reguläre Bundes-Presseförderung beträgt 8,7 Millionen Euro jährlich.
  • 15 Millionen Corona-Sonderförderung bekommen kommerzielle Privatsender. 2019 erhöhten ÖVP und FPÖ den Privatrundfunkfonds für sie von 15 auf 20 Millionen Euro jährlich. Die größten Förderungen gingen bei den jüngsten Antragsterminen an ProSiebenSat1Puls4 inklusive ATV und an Oe24TV der Mediengruppe Österreich.
  • 2 Millionen Sonderförderung sollen nichtkommerzielle Privatsender wie Okto und Orange bekommen, sie erhalten regulär pro Jahr 3 Millionen Euro vom Bund.
 

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