Sie vergibt Lizenzen und Frequenzen an Privatsender, sie überwacht auch den ORF, ob er Gesetze einhält, zuviel Gebühren einhebt, vernünftig wirtschaftet, und ob er neue Angebote starten darf. Sie veröffentlicht die Werbeausgaben von öffentlichen Stellen. Sie und ihr Hilfsapparat RTR vergeben Förderungen an Zeitungen und Magazine, an Sender und Produktionen und für technische Neuerungen: die durchaus mächtige Medienbehörde KommAustria. Aber wer ist das eigentlich?

Das Letzte: Updates zum Ein-/Ausklappen

Eine neue Ukw-Frequenz hat die Medienbehörde KommAustria zu vergeben, entdeckt von Hansjörg Kirchmair und Dietmar Heiseler, die gemeinsam mit der Senderbetriebs- und BereitstellungsgmbH Sesta Österreichs zweitgrößten Senderdienstleister nach der marktbeherrschenden ORF- und Raiffeisen-Tochter ORS betreben. Sie planen einen Sender mit volkstümlicher Musik (VM Radio) für die Metropole und bekommen am 13. Mai 2020 den Zuschlag der KommAustria. Mit Beschwerden von Mitbewerbern ist zu rechnen – um die Lizenz für 104,6 Megahertz von einem Schlot des Kraftwerks Simmering bewarben sich auch (wieder einmal) Lounge FM von Florian Novak und einem Ableger der bayerischen Rock Antenne.
Das Programmentgelt für den ORF steigt ab April um 6,5 Prozent, die erste Erhöhung seit fünf Jahren. Der ORF beantragte ursprünglich 7,7 Prozent mehr, musste es aber unter dem Druck von SPÖ und ÖVP etwas billiger geben. Die für die Prüfung zuständige Medienbehörde bezweifelt, ob die Erhöhung für fünf Jahre reicht. ORF-Chef Alexander Wrabetz verspricht, über die nächsten fünf Jahre 300 Millionen und 300 Jobs einzusparen.

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