Österreich ist ein relativ kleiner und absolut hoch konzentrierter Medienmarkt. Aber was heißt das eigentlich - und was ist das Problem daran? – Ein erster Rundflug, das Stichwort ist noch immer in Arbeit.

Das Letzte: Updates zum Ausklappen


Frankreichs Verleger werfen Google in Kartellbeschwerde Missbrauch der Marktmacht vor
Frankreich setzt als erstes Land die neue EU-Richtlinie über ein Leistungsschutzrecht für Verlage am 24. Oktober 2019 in Kraft. Google stellt Onlinemedien schon seit September formell vor die Wahl, der Suchmaschine zu erlauben, kurze Anrisse ihrer Inhalte auszuweisen – oder sie kommen in der Suche nur noch mit den Headlines vor. Frankreichs Verleger stimmen den Snippets zu – und kündigen im Verbund mit der Nachrichtenagentur AFP eine Beschwerde bei der französischen Wettbewerbsbehörde wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung von Google an.

Profil geht wieder ganz an den Kurier
Die VGN (früher: Verlagsgruppe News) verkauft das Nachrichtenmagazin Profil und seine Verlagsagenden dem Kurier zurück. Der Deal wird am 19. September 2019 intern kommuniziert, die Zustimmung des Kurier-Aufsichtsrats und der Wettbewerbsbehörde stehen da noch aus. Dem Zeitungshaus gehörte seit der "Formil-Fusion" nur noch die Redaktionsgesellschaft des Profil. Die Teilung war eine der Auflagen des skurrilen Formil-Urteil aus 2001, das dem Kurier erlaubte, seine Magazine in die damals schon marktbeherrschende Magazingruppe um News einzubringen und sich mit 25,3 Prozent an der VGN zu beteiligen. Die 25,3 Prozent verlor der Kurier unfreiwillig 2018: VGN-Neo-Mehrheitseigentümer Horst Pirker zieht zusammen mit den VGN-Gründern Familie Fellner eine Option aus 2001 und holt sich die Kurier-Anteile kostenlos zurück. Der Kaufpreis berechnete sich laut Option aus 2001 nach den Ergebnissen der VGN, und die machte in den drei relevanten Jahren Verluste. Seither gehört die VGN zu 75 Prozent Pirker und zu 25 Prozent den Fellners. Der Kurier dürfte rund 6 Millionen Euro für den Deal bezahlt haben. Mit dem Verkauf werden aber eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten zwischen aktuellen und früheren VGN-Eigentümern bereinigt und damit auch Kredite gegenüber der VGN erlassen. Der Deal dürfte damit für die VGN einen Gesamtbenefit von zwischen 13 und 15 Millionen Euro bedeuten.

Der ATV-Verkauf an ProSiebenSat1Puls4 ist abgeschlossen
Mit der Übernahme von ATV und ATV 2 durch ProSiebenSat1Puls4 werden 70 Stellen beim Sender gestrichen. Geschäftsführer Martin Gastinger und bald auch Chefredakteur Alexander Millecker gehen. Krone/Mediaprint und Österreich interessierten sich ebenfalls für ATV/ATV 2. Eigentümer Herbert Kloiber wollte aber nur an ProSiebenSat1 verkaufen. Die Wettbewerbsbehödten erteilten unter Auflagen ihren Segen ohne Kartellverfahren. Mehr unter ProSiebenSat1Puls4.

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