• Ministerien, Länder, öffentliche Stellen und Firmen ab 50 Prozent öffentlichem Eigentum müssen seit Mitte 2012 der Medienbehörde laut Medientransparenzgesetz melden, für wieviel Geld sie in welchem Medium geworben haben. Mit einigen Ausnahmen - die laut Rechnungshofprüfungen auf rund 30 Prozent nicht zu meldende Buchungen schließen lassen.
  • Zu melden sind auch Förderungen inklusive GIS-Gebühren (nach Paragraf 4, Werbung nach Paragraf 2).
  • 2020, im Jahr 1 der Corona-Pandemie mit zunächst einknickender Wirtschaftswerbung, stiegen die öffentlichen Werbeausgaben von 178 Millionen 2019 auf einen neuen Höchstwert von 222,5 Millionen Euro. Mit den Corona-Kampagnen ("Schau auf dich, schau auf mich") steigerte das Bundeskanzleramt seine Buchungen um 1443 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 21 Millionen Euro; die Bundesregierung buchte für insgesamt 47 Millionen Euro.
  • Die höchsten öffentlichen Gesamt-Werbevolumina nach Mediengruppen gingen an die Mediaprint, den ORF und die Styria (inklusive 50 Prozent RMA). Nach Medien buchten öffentliche Stellen am meisten bei Krone, Heute, Österreich/Oe24 und ORF 2.
  • Wien ist größter öffentlicher Werbeauftraggeber ist in allen Quartalen mit 2020 rund 24 Millionen (von 38 der Bundesländer insgesamt). Dieser Wert umfasst nur Werbebuchungen der Stadt selbst, nicht aber die beträchtlichen Buchungen ihrer Betriebe und Fonds wie Wien Energie, Wiener Linien.

 

In diesem Lexikonstichwort (Aboteil) finden Sie eine grafische Übersicht, wohin die großen öffentlichen Werbevolumina gingen - nach Mediengruppen/konzernen und nach Medien.

Eine Übersicht der Medienförderungen 2020 finden Sie im Lexikonstichwort Medienförderungen 2020.

Unter dem (älteren) Stichwort Medientransparenz finden Sie mehr Hintergrund zum Thema.

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