Hubert Patterer (* 2. Juni 1962) ist seit 2006 Chefredakteur der Kleinen Zeitung, des Zeitungsmarktführers in Kärnten und der Steiermark und zugleich wirtschaftlichen Muskels der Styria Media Group.

Das Wichtigste

  • Ein Evangelischer als Chefredakteur der Kleinen Zeitung in der katholisch geprägten Styria Media Group? Das stört im Grazer Medienkonzern nicht weiter, schon gar nicht an einem Könner. Auch wenn der an vielen Abenden die Zeitung noch einmal ganz neue erfindet.
  • Hubert Patterer (* 2. Juni 1962 im Gailtal), studierte in Klagenfurt Germanistik und Anglistik, kam 1984 mit 22 zum publizistischen Zentralgestirn des Südens. Ab 2000 war er in der Grazer Zentrale zunächst stellvertretender Chefredakteur, 2006 wurde Patterer dann Chefredakteur und modernisierte die Kleine Zeitung, ein tief regionalisiertes Massenblatt mit hohem Anspruch, seither laufend.
  • Patterer ist, wie bei der Styria üblich, seit 2006 auch Co-Geschäftsführer der Kleine Zeitung GmbH, seit 2013 zudem einer der Geschäftsführer der Anzeigen und Marketing Kleine Zeitung GmbH.
  • Patterer wurde in der ÖVP-FPÖ-Koalition unter vielen anderen bürgerlichen Namen auch als möglicher ORF-Manager gehandelt. Das wollen andere jedenfalls mit mehr erkennbarem Nachdruck.

Lexikonstichwort in Arbeit, ein Bezahlzugang alleine für dieses lohnt sich vorerst nicht.

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Kleine“-Chefredakteur über Beschwerde-Anrufe von Kanzler Sebastian Kurz
Hubert Patterer, Chefredakteur der Kleinen Zeitung und  nicht unbedingt ein erbitterter Gegner der ÖVP unter Sebastian Kurz, machte am 15. Mai seiner Verwunderung über den Kanzler öffentlich Luft.  Patterer kritisierte in einem Leitartikel den Auftritt von Sebastian Kurz im Kleinwalsertal, wo Menschen ohne Schutzmasken und Sicherheitsabstand dem Kanzler gegen alle seine Corona-Gebote huldigten. Er schrieb im Leitartikel von "verheerender Symbolik", in die Kurz und die Seinen "berauscht vom erhofften PR-Coup in ein PR-Debakel ersten Ranges torkelten". "Mit dem entglittenen Besuch hat Kurz nicht nur seine Glaubwürdigkeit beschädigt und seine Pädagogik konterkariert, sondern vor allem jenes Gesetz, das seine Regierung erst Stunden zuvor verschärft hat: keine Zusammenrottungen mit mehr als zehn Leuten!" Kurz attestiert er wie in einem "Clip aus der Mitterer-Saga" den Genuss des Publikums eines entwöhnten Politikers, eine "nicht angemeldete Selbstvergessenheit". Kurz meldet sich mehrmals bei Patterer, schreibt er in seinem Newsletter, spricht von "Zerrbildern", er habe das Bad nicht genossen, sondern sich "unwohl" gefühlt. Kurz spricht auch in der ZiB 2 dann nicht etwa von einem Fehler, er gibt den Medien die Schuld. Die Tour werde nicht abgebrochen, wie man erwartet hätte, kritisiert Patterer. Nur "Bodenmarkierungen" für Journalisten werde es geben. Die Neos richten an Kanzler Kurz danach eine parlamentarische Anfrage ("Message Control in der Corona-Krise"), unter anderem, welche Chefredakteure er da alle durchgerufen hat.

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