Richard Schmitt (* 13. August 1968), einer der wichtigsten und gewichtigsten Boulevardjournalisten im Land, war von der ersten Zeile und schon familiär ein Krone-Gewächs über Jahrzehnte. Bis zum Ibiza-Video von Heinz-Christian Strache, mit dem Printchefredakteur Klaus Herrmann den langen Machtkampf mit Schmitt für sich entscheidet. Schmitt beginnt mit 1. August 2019 bei Wolfgang Fellners Österreich/Oe24, dem Erzfeind der Dichands.
  • Richard Schmitt machte krone.at als Chefredakteur groß, im engen Zusammenspiel mit der FPÖ von Heinz-Christian Strache insbesondere auf Social Media.
  • Für die Krone arbeitete Schmitt seit seinem 18. Lebensjahr – bei der Oberösterreich-Ausgabe, wo sein Vater Vize-Chefredakteur war.
  • Schmitt arbeitete in der Wien-Chronik von Österreichs weitaus größter Tageszeitung, als das Herzensprojekt des späten Hans Dichand einen Chefredakteur brauchte: die Wiener Gratiszeitung U-Express. Die Krone verlieh Schmitt mit Rückkehrrecht an die von der Mediaprint geführte Gratiszeitung.
  • 2004 stellt die Mediaprint den U-Express ein – die mit Dichand innig verfeindeten Mitgesellschafter von der deutschen Funke-Gruppe wischen Dichand zusammen mit Raiffeisen eins aus.
  • Kurz darauf gründet der bisherige Pressesprecher des mit Dichand eng befreundeten Wiener Wohnbaustadtrats Werner Faymann eine neue Gratiszeitung lange ungeklärten Eigentümern, aber sehr zur Freude von Hans Dichand und bald auch mit dessen Schwiegertochter Eva Dichand als Geschäftsführerin, Herausgeberin und, wie sich 2012 herausstellt, auch Gesellschafterin (über eine Stiftung). Die U-Express-Mannschaft macht praktisch nahtlos weiter, unverändert geführt von Richard Schmitt.
  • 2011 gehen die beiden Alphatiere Schmitt und Eva Dichand auseinander, Schmitt kehrt zur Krone zurück. Zunächst ab Frühjahr 2011 als "Berater des Herausgebers" Christoph Dichand, ab 2013 zudem auch formal als Chefredakteur von krone.at.
  • Am 17. Mai 2019 wird das Ibiza-Video des langjährigen FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache öffentlich, in dem Strache Schmitt positiv hervorhebt unter den "Huren", wie er Journalisten nennt.
  • Schmitt geht nach dem Video auf Anraten Dichands auf einen längeren Urlaub, wird mit 1. Juli als "Projektleiter Streaming" von krone.at entfernt.
  • Mit 1. August 2019 wechselt Schmitt zur Mediengruppe Österreich als Chefredakteur von Oe24.at und Oe24.TV.
  • Schmitt klagt Kobuk-Gründer Helge Fahrnberger wegen eines Tweets, in dem ihm Fahrnberger nachsagt, häufig falsch zu berichten. In der Verhandlung am 12. Dezember 2019 ist Schmitt bereit zu einem Vergleich mit Fahrnberger, wenn der den Tweet über Schmitt löscht und das auf Twitter mit diesen Worten erklärt: "Ich habe den Tweet gelöscht, er war zu hart formuliert. Mir war in dem Tweet wichtig aufzuzeigen, dass Richard Schmitt zu tendenziöser Berichterstattung neigt, besonders beim Thema Verkehr, sowie Fakten manipulativ einsetzt." Schmitts Anwalt und Schmitt formulierten aktiv mit an dieser bemerkenswerten Erklärung. Der Vergleich scheitert an der Übernahme der Prozesskosten, der Prozess wird fortgesetzt.

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Richard Schmitt verlässt die „Krone“ und geht zu „Oe24“
Richard Schmitt (*13. August 1968), der ab 2011 krone.at auch im Social-Media-Zusammenspiel mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache groß gemacht hat, verlässt die Krone mit 31. Juli 2019 und wechselt direkt zu Oe24 der Familie Fellner als Chefredakteur Online und TV. Im heimlich aufgenommenen Ibiza-Video wollte Strache 2017 einer angeblichen russischen Milliardärstochter die Übernahme der Krone näherbringen, um sie auf FPÖ-Linie zu bringen. An anderer Stelle lobt Strache Schmitt. Als Spiegel und Süddeutsche Zeitung Ausschnitte am 17. Mai 2019 veröffentlichen, entscheidet das den schon länger laufenden Machtkampf zwischen Schmitt und Krone-Chefredakteur Klaus Herrmann. Herrmann führt mit Juli auch krone.at, Schmitt wird zum Projektleiter für eine Streamingplattform verräumt und geht. Schmitt war schon Chefredakteur des U-Express und von Heute (2004 bis 2011) mit Rückkehrrecht zur Krone. Für die Krone arbeitete Schmitt seit seinem 18. Lebensjahr – bei der Oberösterreich-Ausgabe, wo sein Vater Vize-Chefredakteur war.

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