Die Abofernsehplattform, lange unter Kontrolle des Medienmultis Rupert Murdoch, ist in Österreich über Jahre umsatzstärkster privater Rundfunkanbieter. 2018 überbietet Comcast Murdochs 21st Century Fox für die Komplettübernahme von Sky.

Das Letzte: Updates zum Ausklappen


Sky verliert Champions-League-Rechte (in Deutschland)
Die Übertragungsrechte an der Champions League für Deutschland werden erstmals seit 20 Jahren ganz ohne Sky vergeben. Die Sportstreamingplattform Dazn zeigt den Großteil der Begegnungen in den drei Saisonen 2021/22, 2022/23 und 2023/24 live, Amazon Prime Video sichert sich die Dienstagspiele. Das ZDF kauft das – erstmals extra ausgeschriebene – Finalspiel. Bisher zeigten Sky und Dazn die Champions League seit 2018/19 für kolportierte 200 Millionen Euro pro Saison. Die Österreich-Rechte an Champions und Europa League hat die Uefa getrennt ausgeschrieben, die Vergabe dauert im Dezember 2019 länger als jene in Deutschland.

Sky tauscht Geschäftsführer in Österreich: O’Rourke statt Scheil
  • Neal O’Rourke (41) übernimmt mit Jänner 2020 von Christine Scheil (*20. Mai 1967) die Führung von Sky in Österreich. Scheil war seit September 2015 (Co-)-Geschäftsführerin von Sky Österreich. Scheil verlässt die Pay-Plattform mit 31. Dezember 2019, tut Sky am 10. Dezember 2019 kund. O'Rourke war bisher Chief Finance & Strategy Officer von Sky Irland.
  • In dem kleineren Markt als Österreich mit rund fünf Millionen Einwohnern soll er rund 700 Millionen Euro Umsatz erzielt haben, allerdings in einer Kombination mit Breitband. Sky kommt in Österreich auf rund 175 Millionen Euro, geschätzt – seit der Übernahme durch Comcast gibt der Pay-Konzern keine Regionalumsätze mehr heraus. O'Rourke hat laut Sky berufliche Erfahrung in den Bereichen Medien und Unterhaltung sowie in der internationalen Luftfahrt.
  • O'Rourke wird sich mit den Exklusivrechten an der österreichischen Bundesliga vorerst bis 2022/23 für solide 34 Millionen Euro pro Saison beschäftigen müssen. Sportrechte
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Neues STANDARD-Ranking der größten österreichischen Medienhäuser
Alle Jahre wieder stelle ich für den STANDARD eine Übersicht der größten Medienhäuser Österreichs zusammen, gereiht nach (möglichst) konsoldierten Umsätzen nach Eigenangaben, Jahresabschluss oder - wo bis zur Veröffentlichung nichts davon aufzutreiben ist - Schätzungen. Die Übersicht finden Sie, regelmäßig aktualisiert, auch auf DIEMEDIEN.at.

US-Medienriese Comcast übernimmt Sky
Am 22. September 2018 wird die Übernahme des Pay-TV-Konzerns Sky durch den US-Konzern Comcast, dem unter anderem NBC Universal gehört, offiziell. Mit 39 Milliarden Dollar überbietet Brian L. Roberts, der den Konzern mit 33 Prozent der Stimmrechte (bei 1 Prozent Anteil) kontrolliert, den bisherigen Sky-Marshal Rupert Murdoch. Murdochs Entertainmentkonzern 21st Century Fox kontrollierte 39 Prozent seiner Erfindung Sky, die Murdochs versuchten seit Jahren, Sky komplett zu übernehmen. Roberts kam ihnen dazwischen. Bald darauf verkaufen die Murdochs große Teile von 21st an Disney.

Österreichische Fußball-Bundesliga-Liverechte exklusiv an Sky
Die Clubkonferenz der Bundesliga entscheidet vor Allerheiligen, die TV-Rechte ab 2018/19 exklusiv an die Pay-Plattform zu vergeben. Nur noch vier Begegnungen pro Saison sollen im Free TV laufen, zudem eine oder zwei Highlightshows am Wochenende. Verhandlungspartner dafür: A1 und ORF. Die Liga jubelt über 40 Prozent Preissteigerung durch den Exklusivvertrag statt der Paarung Sky/ORF; Ligapräsident Rinner bestätigt: über vier Jahre je 34 Millionen Euro, eine Option für weitere vier Jahre sehe 41 Millionen pro Saison vor. 4 Spiele zeigt auch A1.TV mit einer Sublizenz. Beim ORF laufen nur noch Zusammenfassungen.

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