• Der ORF kann sich 2021 noch einmal die ÖSV-Skirechte bis einschließlich 2026/27 sichern.
  • Servus TV aus dem Hause Mateschitz/Red Bull zeigt im vielmillionenschweren Geschäft mit dem Premium-Livesport 2019/20/21 die finanzielle Potenz des Red-Bull-Bosses: Champions League, Europa League und Formel 1 holt sich der Salzburger Dosensender für Österreich, Tennis vor allem mit dem Bull-gesponserten Dominic Thiem zeigt der Sender schon länger.
  • Die Fußball-Europameisterschaften 2024 (Deutschland) und 2028 sichert sich 2021 ebenfalls Servus TV.
  • Millionenschwere Deals. Red Bull dürfte für Servus TV dürfte mit der Shopping-Tour der Jahre 2019/2020/2021 jedenfalls hohe zweistellige Millionenbeträge in Sportrechte investieren, meine Schätzung von an die 100 Millionen Euro dementieren Quellen beim Sender, es wäre weniger. ORF-Sportbudgets bewegen sich je nach Großevents zwischen 65 und (2021 budgetierten) 107 Millionen Euro pro Jahr, plus 8 bis 10 Millionen für den Spartenkanal ORF Sport Plus.
  • Sky sichert sich gleich alle Uefa-Bewerbe ab 2021/22 bis 2023/24 live in Österreich; in Deutschland verliert die Plattform die Rechte indes an Dazn und Amazon Prime.

Das Letzte: Updates zum Ein-/Ausklappen

Bevor Skiverbandspräsident Peter Schröcksnadel seine ÖSV-Führungsfunktion doch noch aufgibt, sichert sich der ORF unter Alexander Wrabetz noch einmal die wichtigsten Live-Sportrechte des Landes: Vom ÖSV veranstaltete Bewerbe im FIS-Weltcup in den Disziplinen Ski Alpin, Skispringen, Ski Nordisch und Snowboard/Freestyle bis zur Saison 2026/27, exklusiv für TV, Radio und Online. Ein Rechtepaket über Clips schon kurz nach der Live-Übertragung kaufte Sportrechte-Großeinkäufer Servus TV. Der Deal mit dem ORF wird am 31. Mai 2021 formell unterzeichnet. Über Preise schweigt man.
Servus TV setzt seine vielmillionenschwere Einkaufstour im Sportrechtemarkt spektakulär fort: Am 1. April 2021 verkündet der Sender den exklusiven Erwerb der TV-Rechte an den Fußballeuropameisterschaften 2024 und 2028 für Österreich sowie Qualifikationsspiele für diese beiden Euros sowie die Weltmeisterschaft 2026. Der bisherige Rechtehalter ORF sichert sich 42 Qualifikationsspiele und rechnet womöglich mit Sublizenzen. Geschätzter (aber von Servus TV als zu hoch eingestufter) Wert der Euros-Rechte: An die 50 Millionen Euro. Mit Champions League, Europa League, Formel 1 und Co dürften an die 100 Millionen Euro an Rechtekosten zusammenkommen.
Servus TV aus dem selbst F1-Rennställe betreibenden Hause Red Bull übernimmt die TV-Liverechte an der Formel 1 für drei Jahre von 2021 bis 2023. Der ORF bekommt die Hälfte der Übertragungen als Sublizenznehmer. Den großen Preis von Österreich in Spielberg übertragen beide Sender parallel. Das tun Servus TV und ORF in einer gemeinsamen Presseaussendung am 7. Juli 2020 offiziell kund. Bisher dürfte die Formel 1 den ORF in den vergangenen Jahren (nach meinen groben Infos) zwischen 10 und 15 Millionen Euro gekostet haben.
Sogenannte Geisterspiele in Corona-bedingt leere Stadien lassen Livespiele der österreichischen Bundesliga im Frühjahr 2020 trotz Exklusivvertrag mit Sky in den ORF zurückkehren: Mit Red Bull Salzburg beginnt der ORF am 3. Juli eine Serie von 15 Livespielen, die Sky ihm für kolportierte 5 Millionen Euro (es sollen tatsächlich weniger sein) sublizenziert hat. Sportrechte
Sky Österreich macht erst am 18. August 2020 offiziell, wer in Österreich alle 282 Spiele in allen Bewerben des europäischen Fußballbundes Uefa (Champions League, Europa League, Europa Conference League) zwischen 2021/22 und 2023/24 zeigen wird – diese Rechte holt sich die Pay-Plattform im Gegensatz zu Deutschland, wo sie gegen Dazn und Amazon Prime komplett leer ausgeht. 252 Spiele (in der Champions League etwa der Dienstag) hat Sky exklusiv. 18 Spiele der Champions League und Spiele der Europa League hat sich schon Ende 2019 Dietrich Mateschitz' Servus TV gesicherte. Die Champions League teilen sich bis dahin die Pay-Plattformen Sky und Dazn, die Europa League liegt bei Dazn mit Free-TV-Spielen bei Puls 4. Der ORF sichert sich ab 2021/22 ein Rechtepaket an der Europa League (Donnerstagspiele). Erst im Mai 2020 verlautet von Servus TV offiziell: Ab Sommer 2021 zeigt der Mateschitz-Kanal nach eigenen Angaben pro Saison 33 Spiele aus Champions League (Erstauswahlrechte für Mittwochspiele) sowie Europa League und Europe Conference League (was sich rechnerisch mit den Sky-Angaben nicht ganz leicht ausgeht). Der Fokus liegt auf Red-Bull-Vereinen. Allein Servus soll laut einer Quelle 17 bis 18 Millionen geboten haben, bestätigt ist das nicht. Sportrechte
Die Übertragungsrechte an der Champions League für Deutschland werden erstmals seit 20 Jahren ganz ohne Sky vergeben. Die Sportstreamingplattform Dazn zeigt den Großteil der Begegnungen in den drei Saisonen 2021/22, 2022/23 und 2023/24 live, Amazon Prime Video sichert sich die Dienstagspiele. Das ZDF kauft das – erstmals extra ausgeschriebene – Finalspiel. Bisher zeigten Sky und Dazn die Champions League seit 2018/19 für kolportierte 200 Millionen Euro pro Saison. Die Österreich-Rechte an Champions und Europa League hat die Uefa getrennt ausgeschrieben, die Vergabe dauert im Dezember 2019 länger als jene in Deutschland.
679.000 Menschen verfolgen am 17. November 2019 das Finale des ATP-Turniers in London zwischen Dominic Thiem und Stephanos Tsitsipas auf Servus TV. 695.000 wurden es noch mit den Nachschauern in den sieben Tagen nach der Ausstrahlung, die noch in die Teletest-Sendungswerte eingerechnet werden. Im ORF erzählt man sich (und den eigenen Aufsichtsräten und mir), das Finale des Red-Bull-Stars Thiem im Free TV habe Servus TV einen siebenstelligen Betrag gekostet, die Rede ist von 1,2 Millionen Euro. Red Bull und seine Medien kommentieren Geschäftszahlen nicht, und auch dazu schweigt man auf Anfrage.
Der ORF wird 2018 unfreiwillig ein gutes Stück unsportlicher: Die Livespiele der österreichischen Fußballbundesliga gehen ab 2018/19 – bis auf vier pro Saison sowie Highlightshows – komplett und exklusiv für zumindest vier Jahre an Sky. Der ORF bekommt Highlightshows, auf Sky (3) und A1.TV (1) laufen die letzten 4 Livespiele im Free-TV. Und die Rechte an der Champions League holten sich Sky und Dazn.
Die Clubkonferenz der Bundesliga entscheidet vor Allerheiligen, die TV-Rechte ab 2018/19 exklusiv an die Pay-Plattform zu vergeben. Nur noch vier Begegnungen pro Saison sollen im Free TV laufen, zudem eine oder zwei Highlightshows am Wochenende. Verhandlungspartner dafür: A1 und ORF. Die Liga jubelt über 40 Prozent Preissteigerung durch den Exklusivvertrag statt der Paarung Sky/ORF; Ligapräsident Rinner bestätigt: über vier Jahre je 34 Millionen Euro, eine Option für weitere vier Jahre sehe 41 Millionen pro Saison vor. 4 Spiele zeigt auch A1.TV mit einer Sublizenz. Beim ORF laufen nur noch Zusammenfassungen.
Die Pay-Plattform Dazn tut offiziell kund, dass sie Liverechte an allen Europa-League-Spielen für drei Jahre ab 2018 gekauft hat. Puls 4 darf (weiter) 15 Begegnungen pro Saison im Free TV übertragen.
ORF und ZDF verlieren die Livespiele der Champions League – die TV-Rechte im deutschsprachigen Raum gehen für drei Jahre ab der Saison 2018/19 exklusiv an die Pay-Plattformen Sky und Dazn. Kolportiert: für rund 200 Millionen Euro.

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