Oliver Stribl (13. Jänner 1974) ist der Millionen-Mann der österreichischen Medienpolitik: Als Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekomregulierungs-GmbH (RTR) verteilt er pro Jahr 37 Millionen Euro an Förderungen größtenteils unter TV- und Radiosendern.

Das Wichtigste

  • Der Medien-Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekomregulierung-GmbH entscheidet über die Vergabe von 20 Millionen Euro für kommerziellen Privatfunk (Details unter Medienförderungen) sowie 13,5 Millionen Euro für TV-Produktionen mit Wertschöpfung in Österreich an Produzenten und Sender, 3 Millionen für nicht kommerziellen Privatfunk und 0,5 Millionen aus dem Digitalisierungsfonds. An Empfehlungen der dafür eingerichteten Fachbeiräte muss sich der RTR-Geschäftsführer bei der Fördervergabe nicht halten – 2019 teilt Stribl etwa Oe24.TV der Fellners mehr zu, als der Beirat empfiehlt.
  • Die zwei Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekomregulierung-GmbH (einer für Medien, einer für Telekom) verdienen laut Einkommenserhebung des Rechnungshofs (veröffentlicht 2019, Stand 2018) im Schnitt 183.500 Euro im Jahr. 2017, auf den letzten Metern des Langzeit-RTR-Mediengeschäftsführers Alfred Grinschgl, waren es noch im Schnitt 218.600 Euro.
  • Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) bestellt Stribl mit 16. August 2017 zum Geschäftsführer der RTR. Um den Job haben sich etwa auch Sebastian Loudon (Zeit-Repräsentant in Österreich, früher bei der RTR und Ex-Herausgeber im Manstein-Branchenverlag) und Corinna Drumm (VÖP) beworben.
  • Stribl leitete von 2011 bis 2015 den Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien, die zentrale Schaltstelle insbesondere für Werbung - Wien ist laut Medientransparenz-Daten der größte öffentliche Bucher von Werbung. Von Jänner 2016 bis Mitte September 2017 war er eingetragen als Geschäftsführer des Manstein-Branchenverlags und Herausgeber der Branchenzeitung Horizont. Als Chefredakteurin kam mit Stribl seine damalige Lebensgefährtin Marlene Auer zum Horizont, sie leitet inzwischen die Freizeit-Wochenendbeilage des Kurier.
  • Stribl schloss sein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien mit der Diplomarbeit Cyberdemokratie : die Auswirkungen der Informations- und Kommunikationtechnologie Internet auf die allgemeine Infrastruktur der Demokratie mit dem Magistertitel ab.

Lexikonstichwort in Arbeit, alleine dafür lohnt sich ein Bezahlzugang vorerst nicht.

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