Gudula Walterskirchen (* 18. September 1967), konservativ-katholische Publizistin, ist seit Mai 2017 erste Herausgeberin der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) und der burgenländischen BVZ und erste Obfrau des Pressvereins der Diözese St. Pölten.

Das Wichtigste

  • Das Niederösterreichische Pressehaus (NÖP) ist wichtigster Verlagskonzern in Niederösterreich mit den wöchentlichen Niederösterreichischen Nachrichten und der ebenfalls bürgerlichen Burgenländischen Volkszeitung (BVZ). Eine Landestageszeitung ging sich neben der Ostösterreich lange dominierenden Kronen Zeitung nicht aus – und dann kamen auch noch die Gratisblätter, vor allem Heute. Der Kurier, auch aus Wien, ist zudem dank Raiffeisen gut im Land verwurzelt. Seit Gudula Walterskirchen als Herausgeberin der NÖN antrat, arbeitet auch der langjährige, sehr gut vernetzte NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart für den Kurier.
  • Gudula Walterskirchen wurde am 26. Mai 2017 vom Pressverein der Diözese St. Pölten zu deren erster Obfrau gewählt, laut kirchlichem Pressedienst Kathpress war der St. Pöltener Bischof Klaus Küng bei der Wahl anwesend. 54 Prozent des Niederösterreichischen Pressehauses gehören der Diözese, weitere 26 dem Pressverein, 20 Raiffeisen Niederösterreich-Wien. Der Obmann oder die Obfrau des Pressvereins sind zugleich Herausgeber/in der NÖN.
  • Wenige Tage nach ihrer Bestellung verlässt der langjährige NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart die Zeitung, offiziell wegen "divergierender Ansichten". Walterskirchen bestellt ihren alten Presse-Kollegen Karl Ettinger mit 1. Oktober 2017. Ettinger bleibt keine zwei Monate, zieht sich offiziell aus gesundheitlichen Gründen im November zurück. Mit 23. November 2017 rücken die beiden Stellvertreter Walter Fahrnberger und Daniel Lohninger zu Chefredakteuren auf. Beide sind damals 43 und seit zwei Jahrzehnten bei der NÖN tätig. Fahrnberger kümmert sich um Organisation und die Landeszeitung, Lohninger um die Bezirksredaktionen.
  • Die St. Pöltenerin Walterskirchen studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Graz, nach dem Abschluss mit Doktorat arbeitete sie für die Katholische Aktion der Diözese Graz-Seckau und danac für das Niederösterreichische Hilfswerk. 2000 kam sie als Innenpolitik-Journalistin zur Presse (Styria), ab 2005 schrieb sie freiberuflich etwa auch zeitgeschichtliche Bücher (Blaues Blut für Österreich : Adelige im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Die blinden Flecken der Geschichte : Österreich 1927-1938, "Der Franzi war ein wenig unartig" : Hofdamen der Habsburger erzählen, Engelbert Dollfuss : Arbeitermörder oder Heldenkanzler). Ab 2014 hatte Walterskirchen eine wöchentliche Kolumne in der Presse.
  • Nina Horaczek porträtierte Gudula Walterskirchen 2017 im Falter unter dem Titel "Eine "Tea Party" für die NÖN als "fundamental-katholisch-konservativ"..

Lexikonstichwort in Arbeit, alleine dafür lohnt sich der Bezahlzugang vorerst nicht.

Niederösterreichisches Pressehaus (NÖP)

 

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