Facebooks höchst erfolgreicher Messsenger-Dienst – zugleich Vertriebskanal für klassische Medien, direkter Kommunikationskanal für Parteien und Politiker und in einigen Ländern auch Plattform für die öffentlich schwerer einsehbare Verbreitung von Fake News. Bis Dezember 2019 jedenfalls.

Das Wichtigste

  • Facebook hat den erfolgreichen Messengerdienst Whatsapp im Februar 2014 für flotte 19 Milliarden Dollar übernommen. Das war Mark Zuckerbergs bis dahin größte Übernahme – Instagram war 2012 mit einer Milliarde Dollar vergleichsweise günstig zu haben.
  • Bis Dezember 2019 war die Facebook-Messengerplattform Whatsapp ein wesentlicher Vertriebskanal für Medien, um insbesondere jüngere Zielgruppen etwa mit Newslettern zu erreichen.
  • Politiker, Parteien und politische Interessengruppen nutzten Whatsapp intensiv für direkte Kommunikation. Die ÖVP ("Team Kurz") verabschiedete sich am 29. November von ihrer Whatsapp-News-Gruppe und wechselte zu Telegram.
  • Ab 7. Dezember droht Whatsapp, solche Massensendungen rechtlich zu verfolgen. Für 0,0766 Euro pro Notification sind Nachrichten von Unternehmen an eine größere Adressatengruppe aber weiter möglich.

Lexikonstichwort in Arbeit, alleine dafür lohnt sich ein Bezahlzugang vorerst nicht.

Das Letzte: Updates zum Ausklappen


Whatsapp stoppt kostenlosen Massenversand und damit Medien-Newsletter
Der Messengerdienst Whatsapp aus dem Hause Facebook dreht mit 7. Dezember den Massenversand von Nachrichten ab. Medien nutzten solche Newsletter recht erfolgreich für die Ansprache auch jüngerer Zielgruppen – der tägliche Whatsapp-Newsletter des Medien-Branchendienstes derStandard.at/Etat, für den ich arbeite, hatte an die 20.000 Adressaten. Whatsapp kündigt an, ab 7. Dezember gegen solche Massennachrichten vorzugehen. Wie schon den neuen Facebook-Algorithmus 2018 erklärt man die Änderung mit der Intention der Plattform, Freunde und Bekannte zu kontaktieren. Whatsapp-Gruppen wurden vom Digital News Report 2019 als noch schwieriger zugängliche und einsehbare Verbreitungskanäle für Propaganda und gezielte Fehlinformationen benannt. Probleme mit Fake News etwa in Indien sollen zumindest ein Anlass für die Änderung der Whatsapp-Geschäftspolitik gewesen sein.

Um diesen Inhalt zu lesen, benötigen Sie einen kostenpflichtigen Zugang – den gibt es unter diesem Link.

Sie haben bereits einen Zugang? Bitte loggen Sie sich im Menü unter Anmelden ein.