ORF-Anchorstar, harter "ZiB2"-Interviewer, Social-Media-Multi.

Das Wichtigste

  • Armin Wolf moderiert (üblicherweise) von Montag bis Mittwoch das ORF-Tagesmagazin ZiB 2 mit sehr nachdrücklich nachfragenden Interviews. Der eine oder andere Spitzenpolitiker meidet den Besuch bei Wolf – etwa Werner Faymann als Bundeskanzler und SPÖ-Chef.
  • Auf Twitter erreicht Armin Wolf beinahe soviele Menschen wie mit der ZiB 2 im ORF: 430.000 Follower hat @ArminWolf im Oktober 2019. Ein Spitzenwert in der österreichischen Twitteria, und praktisch ein eigenes Massenmedium. Vor allem ÖVP- und FPÖ-nahe ORF-Stiftungsräte drängen über viele Jahre auf Beschränkungen für Social-Media-Äußerungen von ORF-Mitarbeitern.

 

 

 

Das Letzte: Updates zum Ausklappen


Deutsche Starjournalisten appellieren an Kanzler Kurz, die FPÖ beim ORF zurückzupfeifen
Starjournalisten des deutschen Fernsehens wie Anne Will, Maybrit Illner, Marietta Slomka, Frank Plasberg, Ulrich Wickert, Claus Kleber, Nikolaus Brender verlangen in einem Brief an Kanzler Sebastian Kurz, die Attacken der FPÖ auf den ORF wie Straches "Lügen"-Posting zu stoppen. Sie sehen die Pressefreiheit in ernster Gefahr. Die FPÖ überschreite Grenzen politischen Anstands im Umgang mit unabhängigen Medien.

FP-Chef Strache wirft Wolf und ORF Lüge vor, die klagen – und Strache widerruft
Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache postet am 12. Februar 2018 auf Facebook ein Bild von Armin Wolf mit der Headline „Es gibt einen Ort, wo Lügen zu Nachrichten werden. Das ist der ORF“, versehen mit dem Hinweis „Satire!“ und einem Smiley. Wolf klagt Strache wegen Ehrenbeleidigung, Kreditschädigung, übler Nachrede. Der erklärt ihm und via Facebook, der Post wäre nicht auf Wolf bezogen. Am 26. Februar 2018 lässt auch der ORF verlauten, er habe seine Anwälte beauftragt, den Vizekanzler wegen des Lügen-Postings auf Unterlassung, Widerruf und möglicherweise Schadenersatz. Facebook klage er ebenfalls, weil das Netzwerk dem Löschantrag des ORF nicht nachkam. Am 13. März 2018 einigen sich Wolf und Strache auf einen Vergleich. Strache entschuldigt sich 10 Tage oben auf Facebook und per Inserat in der Krone, er zahlt 10.000 Euro Entschädigung (fürs Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands DÖW). Straches Grenzüberschreitung und Einlenken bremst die öffentlichen Angriffe fürs Erste.

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